Wir über uns

Eine Idee setzt sich durch


In einer Region, die hinsichtlich des öffentlichen Personennahverkehrs zu den strukturell eher schlecht versorgten Gebieten gezählt werden muss, hatten engagierte Bürger vom Niederndorferberg 2010 die Idee, den "Nachtbusliner" ins Leben zu rufen, damit vor allem, aber nicht nur, junge Gemeindebürger am Wochenende sicher und kostengünstig zu Veranstaltungen in der Umgebung und vor allem nach Feiern, Bällen, Zeltfesten und dergleichen auch wieder gut nach Hause kommen - ohne auf eigene Fahrzeuge oder nächtliche "Ausflüge" ihrer Eltern angewiesen zu sein.

Bevor am 18. Juni gestartet werden konnte, wurde in zeitintensiver Arbeit mit dem Partnerbetrieb Inntaler Omnibus ein Fahrplan erstellt und Haltestellen ausgewählt bzw. geschaffen. Michael Baumkirchner und Peter Kaiser von der IOG waren dabei sehr fachkundige und hilfsbereite "Mitstreiter". Die Einrichtung einer eigenen Homepage und positive Mundpropaganda sorgten dafür, dass der Nachtbusliner von Fahrgästen in einem Rahmen genutzt wurde, der die Erwartungen bei weitem überstieg.

Seit dem 8. Oktober 2010 sind neben der Gemeinde Niederndorferberg, die das Projekt von Beginn an tatkräftig und finanziell unterstützt hat, auch die Gemeinden Niederndorf, Ebbs und Kufstein mit dabei. Am 1. Jänner 2012 kam auch die Gemeinde Erl ins Boot, am 1. Oktober 2015 die Gemeinde Walchsee und am 1. Jänner 2016 die Gemeinde Kössen.

Der Fahrplan wurde dem Jugendschutz angepasst und bietet "Teenies" die Möglichkeit, z.B. ins Kino zu fahren oder auch zum Eislaufen - ohne die Eltern um Chauffeurdienste bitten zu müssen. Zusätzlich haben Fahrgäste des Nachtbusliners die Möglichkeit, in Kufstein Anschluss an die letzten Züge von Innsbruck und Rosenheim zu bekommen.

Durch die finanzielle Unterstützung der 6 Gemeinden ist ein Großteil des Etats gedeckt - mit großer Überzeugungsarbeit der ehrenamtlich tätigen Initiatoren konnten auch Sponsoren aus der Privatwirtschaft und das Kufsteinerland als Unterstützer gewonnen werden.

Viele neue Haltestellen warten auf hoffentlich zufriedene, wenn nicht begeisterte Fahrgäste, zu denen mittlerweile nicht nur Jugendliche zählen, sondern zunehmend auch Bürger, die dem jugendlichen Alter bereits entwachsen sind.

Am 1. März 2013 präsentierten 3 Maturanten von der Handelsakademie Wörgl ihre Maturaarbeit zum Thema Nachtbusliner Niederndorferberg. Der Saal im GH Wildbichl war übervoll an Ehrengästen und Interessierten. Die Maturanten durchleuchteten hier vor allem die Wirtschaftlichkeit des Projektes, den günstigen Fahrpreis, Service, Fahrplan und vieles mehr.

 

Mit Sitzung der Mitgliedsgemeinden am 23. November 2015 wurde ein gemeinnütziger Verein mit dem Namen "Nachtbuslinie Untere Schranne" gegründet. Obmann wurde Bgm. Dieter Wittlinger, sein Stellvertreter ist Bgm. Christian Ritzer, die anderen Gemeinden sind jeweils durch die Bürgermeister im Verein vertreten. Zur Geschäftsführung wurden die Gründer Johannes Schwaighofer und Renate Hörfarter bestellt.

Es wurden für den Verein eigene Statuten erstellt und die Vereinstätigkeit wurde mit Bescheid von der BH Kufstein mit 28.01.2016 aufgenommen.

Am 14. Jänner 2016 ging man mit einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit.

Anwesend war unter anderem die zuständige LH-Stellv. Mag. Ingrid Felipe, die in ihrer Rede dieses Projekt als Vorzeigeprojekt sieht, das aus einer Privatinitiative entstanden ist und zur Mobilität in der Unteren Schranne Großartiges beiträgt.