Sonderausstellung "Leokadia Justman. Brechen wir aus!"

Veröffentlichungsdatum20.04.2026Lesedauer2 MinutenKategorienThema
Eine Person, die mit verschränkten Armen lächelte

Als polnische Jüdin auf der Flucht in Tirol

Die Ausstellung im sogenannten Gauleiter-Hofer-Zimmer erzählt von der Flucht aus Polen und vom Überleben einer jungen Frau im Innsbrucker Polizeigefängnis. Die Geschichte von Leokadia Justman ist dramatisch und fesselnd. Sie hatte in Innsbruck unerwartete Helfer:innen: Männer aus Polizei und Wachmannschaft, Frauen, die das Unrecht an jüdischen Verfolgten nicht hinnehmen wollten. Wir folgen ihrem eigenen Bericht, den sie gleich nach dem Krieg aufgeschrieben hat. Leokadia Justmans Buch „Brechen wir aus!“ ist 2025 auf Deutsch erschienen – der erste literarische Text einer Holocaust-Überlebenden aus Tirol. Zugleich gestaltete der Tiroler Illustrator Alwin Hecher dieses Drama als Graphic Novel: „Lodzia & Marysia“ zeigt, wie die beiden Freundinnen gemeinsam überlebten. Das Begleitprogramm ist eine Kooperation des Landes Tirol mit der Universität Innsbruck und dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, der Pädagogischen Hochschule Tirol, dem Archiv für Bau.Kunst.Geschichte, dem Programm ERINNERN:AT des OeAD (Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung) zum Lehren und Lernen über Nationalsozialismus und Holocaust sowie dem Verein Wissenschaft und Verantwortlichkeit, dem Osterfestival Tirol und dem Tiroler Landestheater, dem Landeskrankenhaus Hall in Tirol/tirol kliniken, dem Brenner-Archiv, der Wagner’schen Universitätsbuchhandlung, den Ötztaler Museen und dem Tiroler Kulturservice.

Das Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung im Landhaus 1 finden Siehier. 

ein Zimmer mit Fernseher und Display.

Bildnachweis: Land Tirol/Christanell


Zusammenfassung zur Ausstellung

Die Ausstellung „Leokadia Justman. Brechen wir aus! Als polnische Jüdin auf der Flucht in Tirol“ ergänzt als Sonderpräsentation die Rahmenausstellung „Vom Gauhaus zum Landhaus. Ein Tiroler NS-Bau und seine Geschichte“ und ist von Montag bis Freitag (9 bis 17 Uhr) im Landhaus 1 zu sehen. Die selbstverfassten Gedichte von Leokadia Justman können jeweils freitags (12 bis 17 Uhr) ebenfalls im Landhaus 1 (Festsaal) besichtigt werden (Ausnahmen: 20. Februar, 6. März, 10. April, 19. Juni, 26. Juni, 18. September, 13. November, 20. November 2026). Das Projekt ist eine Kooperation des Landes Tirol mit der Universität Innsbruck und dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, der Pädagogischen Hochschule Tirol, dem Archiv für Bau.Kunst.Geschichte, dem Programm ERINNERN:AT des OeAD (Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung) zum Lehren und Lernen über Nationalsozialismus und Holocaust sowie dem Verein Wissenschaft und Verantwortlichkeit. Alle Veranstaltungen zum Thema „Tirol erinnert“ sind unter tirol.gv.at/erinnern zu finden – dort steht auch der virtuelle 360°-Rundgang der Ausstellung „Vom Gauhaus zum Landhaus“ zur Verfügung.